{"id":1,"date":"2016-08-14T17:53:05","date_gmt":"2016-08-14T16:53:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kradolfer.info\/Veloreisen\/?p=1"},"modified":"2021-09-06T16:17:14","modified_gmt":"2021-09-06T15:17:14","slug":"hello-world","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kradolfer.info\/Veloreisen\/?p=1","title":{"rendered":"Rund um die Ostsee 2016"},"content":{"rendered":"<p><strong>Eine Art \u00abReisetagebuch\u00bb:<br \/>\n<\/strong>Nach einigen Gruppen-Touren habe ich mich selber wieder einmal f\u00fcr einer l\u00e4ngeren Velotour aufgemacht und umrunde die Ostsee bzw. das baltische Meer. Mit dem Zug nach Kiel, dann mit einer F\u00e4hre nach Kleipeda (Litauen). Von dort dann per Velo nach Riga (Lettland) und weiter nach Tallin (Estland). Dann abwechselnd mit F\u00e4hren und Velo \u00fcber Helsinki,&nbsp;Turku, Stockholm nach S\u00fcdschweden und nach Danzig in Polen. Zum Schluss ein Abstecher nach Dresden und dann weiter bis Fulda.<br \/>\nIch mache diese Tour mit einem E-Bike, was mich (altersgerecht) etwas schont und mir erlaubt, trotzdem 4-6 Stunden im Tag&nbsp;zu radeln.<\/p>\n<p><strong>Die Links zur Bildersammlung finden sich am Schluss des Beitrags!<\/strong><\/p>\n<p><strong>22.6. Der Start<br \/>\n<\/strong>Mit der Anreise hat alles bestens geklappt.<br \/>\nDer EC Z\u00fcrich &#8211; Hamburg ist auf die Minute genau angekommen und das Umsteigen an der Station Dammtor war ausgesprochen angenehm. Auf dem gleichen Perron fuhr nach kurzem Warten mein Zug nach Kiel ein. Weiter geht es morgen Abend mit der F\u00e4hre nach Klaipeda und dann beginnt endlich die Radtour um die Ostsee.<\/p>\n<p>Ich bin gut in meiner ersten Unterkunft in Bordesholm angekommen. Wegen der Kieler Woche war keine zahlbare Unterkunft in Kiel zu finden. Morgen fahre ich die 25 km nach Kiel zur F\u00e4hre mit dem Velo.<\/p>\n<p><strong>23.6. Kiel<br \/>\n<\/strong>Bald hat die Warterei ein Ende. In einer halben Stunde darf ich hinter einem Shuttle&nbsp; &#x1f68c; zur F\u00e4hre fahren. An der K\u00fcste in Kiel ist ein grosser Rummel. Kilometerlange St\u00e4nde, wie auf einem Markt. Dazwischen Bahnen und Karussells. Das ist also die Kieler Woche. Von den Segelregatten habe ich nichts gesehen. Heute war es um die 30 Grad. Gut, dass ich nur 35 km gefahren bin.<br \/>\nDie Fahrt mit der F\u00e4hre dauert etwa 20 Stunden. Ein paar andere Velofahrer sind auch noch auf der F\u00e4hre.<\/p>\n<p><strong>24.6. Klaipeda<br \/>\n<\/strong>Ich bin gut in Litauen angekommen. Das Hotel ist angenehm, zu Fuss 15 Minuten vom Zentrum. Es ist immer noch sehr heiss und ich sitze in einer Gartenwirtschaft zum Z&#8217;nacht. Auch hier ist Volksfest zur Sonnenwende im Gang. Zum Gl\u00fcck nicht so riesig wie in Kiel.<br \/>\nMorgen mache ich einen Veloausflug auf die Kurische Nehrung (ohne Gep\u00e4ck).<\/p>\n<p><strong>25.6. Kurische Nehrung<br \/>\n<\/strong>Ich bin also den litauischen Teil der Nehrung abgefahren. 108 km mit einem Akku, alles im sparsamen Eco-Modus (1 von 4). Die Strecke war nicht besonders spannend. Meistens im Wald und auf der R\u00fcckseite der D\u00fcnen. Am Morgen war die Strecke im Schatten, aber auf dem R\u00fcckweg habe ich etwas viel Sonne gehabt. Ich h\u00e4tte nach der H\u00e4lfte umkehren sollen. Wenigstens scheinen die Akkus ausdauernd.<br \/>\nMorgen geht es schon nach Lettland. Alles der K\u00fcste entlang nach Liep\u00e4je.<\/p>\n<p><strong>26.6. Liep\u00e4je<br \/>\n<\/strong>Heute war es nicht mehr ganz so heiss und am Nachmittag hat es etwas abgek\u00fchlt.<br \/>\nDie 96 km bin ich fast &#8218;geflogen&#8217;und, war in etwa 4 Stunden am Ziel. Der Riesenunterschied zum normalen Tourenvelo ist einerseits das regelm\u00e4ssige Tempo und dass es weniger anstrengend ist. Im Tour-Modus (2 von 4) habe ich 1,2 Akkuf\u00fcllung gebraucht, was mit dem ganzen Gep\u00e4ck am Velo recht wenig ist. Liep\u00e4je ist eine Mischung zwischen alt und neu. Faszinierend sind Holzbauten, die wohl aus dem 19. Jh. stammen.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.kradolfer.info\/Veloreisen\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/DSC00188.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-622\" src=\"http:\/\/www.kradolfer.info\/Veloreisen\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/DSC00188-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"473\" height=\"315\"><\/a>Faszinierend sind Holzbauten, die wohl aus dem 19. Jh. stammen.&nbsp; Im Zentrum sieht es sowjetisch aus und einige alten Kirchen sind stehen geblieben.<br \/>\nAusser der Sonnencreme ist hier alles recht billig. Morgen geht es nach Ventspils (Windau).<\/p>\n<p><strong>27.6. Ventspils<br \/>\n<\/strong>Am Vormittag hatte es etwas geregnet und es war recht k\u00fchl. Bis ich losfuhr unterhielt ich mich mit einem deutschen Ehepaar, welche ebenfalls reiseradelt. Ich kannte sie schon von der F\u00e4hre. Beim Start hatte der Regen aufgeh\u00f6rt und am Mittag schien wieder die Sonne. Unterwegs habe ich viele St\u00f6rche gesehen. Einmal hat ein Viech ca. 100 m vor mir die Strasse \u00fcberquert. Es k\u00f6nnte ein Bieber gewesen sein. Da meine Unterkunft fast am Stadtrand liegt, habe ich Besichtigung von Ventspils per Velo gemacht. Montags hat vieles geschlossen, so auch die Burg. Der Ort ist ziemlich verschlafen, aber wenigstens hat die Gastst\u00e4tte ge\u00f6ffnet, die mir mein Gastgeber empfohlen hat.<\/p>\n<p><strong>28.6. Kolka<br \/>\n<\/strong>Heute geht es nach Kolka, an der Spitze der Halbinsel. Es war ein sch\u00f6ner aber nicht heisser Tag. Ich bin entlang der K\u00fcste gefahren, allerdings immer 2 &#8211; 3 km im Landesinneren. Es war waldig, wie in Schweden. Zum Meer bin ich dann halt zweimal abgebogen. Spannend war ein riesiges Teleskop mit 32 m Durchmesser mitten im Wald nicht weit von der Strasse. Hier hatten einst die Russen den Westen ausgeforscht. In der N\u00e4he sind einige grosse Wohnblocks mit mehreren hundert Wohnungen dem Zerfall preisgegeben. Es sieht gespenstisch aus, \u00e4hnlich wie in Tschernobyl. Das Teleskop wird heute von einer Universit\u00e4t weiter betrieben.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.kradolfer.info\/Veloreisen\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/DSC00230.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-large wp-image-621\" src=\"http:\/\/www.kradolfer.info\/Veloreisen\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/DSC00230-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"474\" height=\"316\"><\/a><br \/>\nDas Kap Kolka, wo ich \u00fcbernachte, liegt in einem Nationalpark und ist f\u00fcr seinen wilden Wellengang bekannt, wenn es kr\u00e4ftig windet. Heute war das Meer ruhig wie ein Ententeich.<\/p>\n<p><strong>30.6. Riga<br \/>\n<\/strong>Jetzt bin ich also Riga eingetroffen. Die Stadt gef\u00e4llt mir auf den ersten Blick. Recht lebhaft und eine Mischung zwischen alt und neu. Ein grosser Teil der heutigen Strecke war auf Velowegen, manchmal etwas holprig, daf\u00fcr ohne Verkehr.<br \/>\nDurch die Innenstadt zieht sich ein langer Park, der als gute Orientierungshilfe dient.&nbsp;Die Pizza heute war kein Hit, daf\u00fcr hatte ich LIVE-Rockmusik und konnte am Abend noch draussen sitzen.<\/p>\n<p><strong>1.7.<br \/>\n<\/strong>Vorhin gab es ein kurzes kr\u00e4ftiges Gewitter, aber ich war dann gerade in meinem Zimmer und habe meine Weiterreise organisiert. Mangels Unterk\u00fcnften in den Sch\u00e4ren, fahre ich mit dem Schiff von Turku nach Stockholm und bin nur zwei Tage in Finnland. Eine \u00dcbernachtung auf Gotland habe ich auch schon gebucht. So ohne Zelt muss alles etwas besser organisiert sein, umso mehr als auch die Akkus aufgeladen sein wollen.<\/p>\n<p><strong>3.7. Ainazi<br \/>\n<\/strong>Um 8 Uhr habe ich gefr\u00fchst\u00fcckt und draussen regnete es. Kurz vor neun hatte es aufgeh\u00f6rt und ich startete die Etappe. Schon nach 30 Minuten begann es wieder richtig zu sch\u00fctten. So habe ich dann meine Regensachen montiert und bin weitergefahren. Nach zweieinhalb Stunden war ich trotzdem ziemlich durchn\u00e4sst. Einfach eine Spur weniger als ohne Regenkleider. Daf\u00fcr h\u00f6rte es auf zu regnen, aber es blieb bew\u00f6lkt.&nbsp;Die 120 km habe ich in 5 Std. Fahrzeit geschafft und war am Ziel schon fast wieder trocken.<br \/>\nDas Dorf Ainazi liegt zwischen Hauptstrasse und Meer direkt vor der Grenze nach Estland, wo ich morgen weiterfahre.<\/p>\n<p><strong>4.7. P\u00e4rnu<br \/>\n<\/strong>Heute hatte ich nur 70 km geplant und so stand ich um 13 Uhr schon im n\u00e4chsten Hotel.<br \/>\nEin Bau, etwa 80 Jahre alt und vielleicht ein ehemaliges Sanatorium oder \u00e4hnlich. Das Zimmer ist relativ neu, aber sonst ist alles ziemlich alt. Nicht einmal einen gedeckten Platz f\u00fcr mein Velo haben sie hier.<br \/>\nDas Wetter ist wieder besser.<a href=\"http:\/\/www.kradolfer.info\/Veloreisen\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/DSC00426-2.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-large wp-image-623\" src=\"http:\/\/www.kradolfer.info\/Veloreisen\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/DSC00426-2-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"474\" height=\"316\"><\/a><\/p>\n<p>St\u00f6rche habe ich bisher t\u00e4glich gesehen. In P\u00e4rnu wimmelt es von Restaurants, aber sonst merkt man nicht, im bedeutendsten Badeort von Estland zu sein. Am kommenden Wochenende ist hier ein Musikfestival, dann ist vielleicht etwas mehr los.<br \/>\nDie Daten vom Strand: Wasser 18 und Luft 20 Grad, dazu ein kr\u00e4ftiger Wind vom Meer her. Alles andere als gem\u00fctlich &#x1f601;<br \/>\nEs gibt nat\u00fcrlich immer einige, die trotzdem ins Wasser gehen. Der Strand ist sch\u00f6n breit. Hier machen viele Finnl\u00e4nder ihre Ferien im S\u00fcden! Es ist f\u00fcr sie gut erreichbar und viel g\u00fcnstiger als in Finnland.<\/p>\n<p><strong>5.7. Haapsalu<br \/>\n<\/strong>Heute bin ich fr\u00fch aufgestanden und bei wolkenlosem Himmel um 8 Uhr losgefahren. Es war noch recht k\u00fchl und mehrheitlich musste &#8218;ich&#8216; mich, mit Gegenwind aus einander setzen. Die Landschaft ist abwechslungsreich. Nur noch wenig Wald, daf\u00fcr Weiden mit K\u00fchen und viel Landwirtschaft. Wenn ein Bauer gem\u00e4ht oder das Gras eingeholt hat, sind ihm jeweils St\u00f6rche gefolgt und haben sich einige Happen gesichert.<br \/>\nDa niemand in meiner Herberge war, habe ich noch eine Runde (mit Bier) gedreht. Die Dorfstrasse umrundet eine alte Festung mit Turm. Einige Touristen spazieren noch herum.<\/p>\n<p><strong>6.7. Tallin<br \/>\n<\/strong>Ich bin nun schon \u00fcber 1000 km geradelt und langweilig ist es mir bis jetzt noch nicht geworden. Auch heute ist wieder sch\u00f6nes Wetter und der Wind blies kr\u00e4ftig von hinten. Die Landschaft war abwechslungsreich und auch die St\u00f6rche sind immer noch da.<br \/>\nTallinn ist eine moderne Stadt geworden. Viele Neubauten stehen in den Aussenquartieren und in der Altstadt sind die meisten Geb\u00e4ude renoviert zum Teil elegant mit alten Mauern verbunden. Vieles von meinem letzten Aufenthalt vor etwa 20 Jahren erkenne ich nicht mehr. In der N\u00e4he meines Hotels liegt die Strasse mit dem \u00abSchachhaus\u00bb, welches von der Stadt zur Verf\u00fcgung gestellt wird. Dieses kam mir noch bekannt vor. In einem Raum hat es ein Mini-Museum zu Ehren von Ex-Weltmeister Paul Keres, dessen 100. Geburtstag gerade gefeiert wird. Es gibt eine 2-Euro M\u00fcnze mit seinem Konterfei! Keres wurde sogar zum estnischen Sportler des 20. Jahrhundert gew\u00e4hlt.<br \/>\nAm Abend sitze ich hier in der N\u00e4he des Hauptplatzes immer noch draussen bei einem Bier. Der Touristenschwarm, der t\u00e4glich von Kreuzfahrtschiffen ausgespuckt wird, hat sich wieder zur\u00fcckgezogen.<br \/>\nMorgen werde ich wieder einmal ausschlafen &#x1f60a;<\/p>\n<p><strong>8.7.<br \/>\n<\/strong>Heute war ich noch in einem ehemaligen Kloster. Gegr\u00fcndet von Dominikanern um 1246, die dann etwa 400 Jahre sp\u00e4ter von Lutheranern verjagt wurden.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.kradolfer.info\/Veloreisen\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/DSC00544.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-large wp-image-624\" src=\"http:\/\/www.kradolfer.info\/Veloreisen\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/DSC00544-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"474\" height=\"316\"><\/a><br \/>\nDie dazugeh\u00f6rige Kirche ist immer noch in Betrieb. Die lebten damals recht einfach, nur der Prior hatte einen eigenen Raum.<\/p>\n<p><strong>9.7. Finnland bis Lohja<br \/>\n<\/strong>Tallinn liegt nun schon fast hinter mir. Ich bin am Hafen und warte auf die F\u00e4hre. Momentan liegt hier eine Nebelbank und das Schiff taucht wie aus dem Nichts auf.<br \/>\nGestern war sch\u00f6nes Wetter und ich habe eine kleine Wanderung in der Stadt gemacht. Gestern ist auch noch der Deutsche Radler in Tallinn eingetroffen, mit dem ich in Lettland drei Tage unterwegs gewesen bin.<br \/>\nHelsinki habe ich rechts liegen gelassen und bin vom Hafen aus Richtung Turku losgefahren. Es dauerte allerdings, bis ich alle Vororte durchquert hatte. \u00dcberall Velowege und alles angeschrieben, aber jeweils nur mit den umliegenden Ortsteilen und nicht die Hauptrichtung. Mit GPS und Handy habe ich den Weg dann gefunden. Die Natur gef\u00e4llt mir besser, als im Baltikum. Die Birkenw\u00e4lder sind heller und dazwischen immer wieder Seen.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.kradolfer.info\/Veloreisen\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/DSC00625.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-large wp-image-626\" src=\"http:\/\/www.kradolfer.info\/Veloreisen\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/DSC00625-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"474\" height=\"316\"><\/a><br \/>\nIch bin hier in dem Teil von Finnland, wo noch eine schwedische Sprachminderheit lebt. Die Ortsschilder und Strassen-bezeichnungen sind h\u00e4ufig zweisprachig angeschrieben. F\u00fcr morgen habe ich mir schon einmal die Ortschaften bis Turku herausgesucht, damit ich den Weg leichter finde.<\/p>\n<p><strong>10.7. Turku<br \/>\n<\/strong>Heute habe ich mein Tagesziel etwas z\u00fcgiger angefahren als sonst. Ich habe den Regenwolken ein Schnippchen geschlagen und sitze am Nachmittag im Hafen von Turku bei meinem t\u00e4glichen Bier. Die Sonne scheint und nat\u00fcrlich bin ich viel zu fr\u00fch f\u00fcr die F\u00e4hre. Am Vormittag bin ich meistens auf der niedrigsten Stufe gefahren, nur bei den Steigungen eins h\u00f6her. Bei einer &#8222;Abk\u00fcrzung&#8220; wurde es zweimal so steil, dass ich abstieg und die Schiebehilfe testete. Der 1. Akku hielt 75 km, so dass ich danach trotz Gegenwind und h\u00fcgeliger Landschaft, die 120 km nach Turku locker schaffte.<br \/>\nIm Gasthaus, wo ich \u00fcbernachtete, war gestern Abend eine Hochzeit im Gang. Die Musik war nicht so laut, so dass ich trotzdem schlafen konnte.<br \/>\nMorgen bin ich also schon in Schweden und am Abend auf der Insel Gotland, wenn alles klappt.<\/p>\n<p><strong>11.7. Stockholm \u2013 Nynashamn \u2013 Visby<br \/>\n<\/strong>Die kleine Kabine auf der F\u00e4hre von Turku nach Stockholm war eigentlich gut, geschlafen habe ich aber nicht viel, bzw. ich bin immer wieder erwacht.<br \/>\nVon Stockholm habe ich dieses Mal nicht viel gesehen. Ich finde die Strasse nach Nynashamn in der N\u00e4he des Hafens schnell und bin um 07:00 Uhr schon unterwegs.<br \/>\nEine Vielzahl von Velofahrern kommt mir in den Vororten von Stockholm entgegen. Die meisten wohl auf dem Weg zu ihrer t\u00e4glichen Besch\u00e4ftigung. Heute nehme ich es sehr gem\u00fctlich. F\u00fcr die 68 km und 500 hm ben\u00f6tige ich genau 4 Stunden Fahrzeit.<br \/>\nJetzt bin ich auf der F\u00e4hre nach Gotland, eine richtige Familienf\u00e4hre. Morgen schaue ich mir etwas Gotland an und gegen Abend fahre ich wieder zur\u00fcck aufs Festland.<\/p>\n<p><strong>12.7. Visby &#8211; Oskarshamn<br \/>\n<\/strong>Habe heute noch eine kleine Besichtigungstour auf der Insel gemacht. (65 km) Zuerst gegen den kr\u00e4ftigen Wind, aber bei sch\u00f6nem Wetter. Von Visby zu einer Klosterruine (12 Jh.) dann an die K\u00fcste zu einem alten Fischerdorf und mit R\u00fcckenwind zur\u00fcck nach Visby, welches die vollst\u00e4ndigste Stadtmauer in Europa haben soll.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.kradolfer.info\/Veloreisen\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/DSC00708.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-large wp-image-627\" src=\"http:\/\/www.kradolfer.info\/Veloreisen\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/DSC00708-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"474\" height=\"316\"><\/a><br \/>\nDort habe ich noch zwei Ruinen von Kirchen angeschaut, die zur Zeit der Reformation aufgegeben wurden. Alles ist recht herausgeputzt. In Visby waren recht viele Touristen unterwegs. Nach diesem Kurztrip nach Gotland geht es per F\u00e4hre nach Oskarshamn, wo ich \u00fcbernachte.<\/p>\n<p><strong>13.7. Smaland<br \/>\n<\/strong>Heute habe ich eine lange Etappe gehabt (130 km). Ich bin auf den markierten Radwegen zickzack der K\u00fcste entlang Richtung S\u00fcden gefahren. Eine wundersch\u00f6ne Gegend. Daf\u00fcr bin ich jetzt im bisher teuersten Hotel meiner Reise. Ich sitze noch bei einem Bier und die Schwalben fliegen wie wild ums Haus. Die Jungen werden immer noch gef\u00fcttert und machen einen rechten L\u00e4rm. Unterwegs konnte ich an der K\u00fcste eine grosse Kolonie von Wildg\u00e4nsen beobachten. Heute war ich seit langem wieder einmal kurz\u00e4rmlig unterwegs. Der Wind war eher noch k\u00fchl, aber die Sonne schien den ganzen Tag.<br \/>\nIn Kalmar habe ich mich kurz im Zentrum umgesehen. Ein <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schloss_Kalmar\">riesiges Schloss<\/a> am Meer, welches man wohl kennen sollte.<\/p>\n<p><strong>14.7. Karlskrona<br \/>\n<\/strong>Heute gibts nicht so viel zu berichten. Die letzte Etappe in Schweden war kurz (67 km). Ich habe noch etwas von Karlskrona angeschaut. Es ist eher k\u00fchl aber wenigstens trocken. Gegen Abend folgt die letzte F\u00e4hrenfahrt (nach Polen) auf dieser Reise.<br \/>\nDas Warten auf die F\u00e4hren ist insofern m\u00fchsam, als dass ich immer zu fr\u00fch am Hafen bin.<\/p>\n<p><strong>15.7. Danzig<br \/>\n<\/strong>Heute Morgen musste ich noch 30 km von der F\u00e4hre bis in die Innenstadt radeln, wo ich zwei N\u00e4chte bleibe. Letzte Nacht muss es in Danzig gewaltig gest\u00fcrmt und geregnet haben. \u00dcberall herunter geschlagene \u00c4ste und Bl\u00e4tter und riesige Wasserlachen. Ganz schlimm war es bei einem Verkehrsknotenpunkt, der in einer leichten Mulde liegt. Die Ladenlokale waren \u00fcberflutet worden, trotz 3 Stufen beim Eingang. Dutzende von Strassenbahnen standen herum, weil die Gleise untersp\u00fclt waren und ein Tram &#8218;eingesackt&#8216; ist. Die 6-spurige Strasse war f\u00fcr Autos gesperrt und Reinigungsequipen versuchten dem Schlamm Herr zu werden. Ab Mittag schien wieder die Sonne.<br \/>\nDanzig ist sehr touristisch und hat eine sch\u00f6ne Innenstadt, welche beim Wiederaufbau nachdem 2. Weltkrieg nach alten Pl\u00e4nen gebaut wurde. Es war ja vollst\u00e4ndig zerst\u00f6rt. Mein Hotel liegt mitten im Zentrum bei einem der Stadttore.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.kradolfer.info\/Veloreisen\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/DSC00816.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-large wp-image-628\" src=\"http:\/\/www.kradolfer.info\/Veloreisen\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/DSC00816-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"474\" height=\"316\"><\/a><\/p>\n<p><strong>16.7.<br \/>\n<\/strong>Heute habe ich wieder einmal ausgeschlafen, sp\u00e4t gefr\u00fchst\u00fcckt und daf\u00fcr das Mittagessen ausgelassen.<br \/>\nBei einem Bootsausflug zur Westerplatte, das ist dort, wo die Weichsel ins Meer fliesst, habe ich etwas f\u00fcr mein Geschichtswissen gemacht. Genau&nbsp;dort haben n\u00e4mlich die Deutschen den 2. Weltkrieg begonnen. Am 1.9.1939 haben sie die Westerplatte von einem Schiff aus unter Beschuss genommen, weil dort die Polen ein grosses Munitionslager hatten. Heute erinnert ein riesiges Denkmal daran und zieht viele Besucher an.<br \/>\nAuf dem R\u00fcckweg habe ich unter meiner Uhr noch eine Zecke entdeckt, die sich in mein Handgelenk verbissen hat. Da hat sich meine Velotour &#8211; Pinzette wieder einmal bew\u00e4hrt. Das Viech habe ich sorgsam verpackt, wie es die Zecken-Webseite empfiehlt.<br \/>\nMorgen fahre ich weiter bis Slupsk, von dem ich noch nie etwas geh\u00f6rt habe.<\/p>\n<p><strong>17.7. Slupsk<br \/>\n<\/strong>Heute ging es 125 km \u00fcber Land, was nicht besonders spektakul\u00e4r war. Felder, W\u00e4lder, D\u00f6rfer und einige kleine Seen. Die Strassen sind die bisher schlechtesten, seit ich unterwegs bin. Besonders die Nebenstrassen bestehen teilweise nur noch aus L\u00f6chern. Slupsk schaue ich mir nach dem Essen an, zuerst habe ich Hunger.<br \/>\nIm Gegensatz zu Schweden hat es jetzt wieder St\u00f6rche. Die Jungen sitzen noch in den Nestern,lassen sich f\u00fcttern und schauen herum.<\/p>\n<p><strong>18.7. Mielno<br \/>\n<\/strong>Heute fahre ich zum Meer und dann der K\u00fcste entlang nach Mielno, wo ich an einem &#8222;lustigen&#8220; Ort lande. Mielno ist einer der vielen Ostsee-Badeorte, wo sich die Leute bei diesen eher k\u00fchlen Temperaturen anders unterhalten m\u00fcssen. Darum hat es hier wohl den ganzen Sommer&nbsp;Volksfeststimmung, St\u00e4nde und sogar einen Zirkus. Alles ist sehr g\u00fcnstig zu haben. F\u00fcr 8 Franken habe ich einen gemischten Salat, eine Pizza und ein grosses Bier erhalten. Meine Pension liegt am einzigen&nbsp;Kreisel des Ortes. Tags\u00fcber Staus in alle Richtungen, am Abend aber schon ziemlich ruhig.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.kradolfer.info\/Veloreisen\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/DSC00997.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-large wp-image-629\" src=\"http:\/\/www.kradolfer.info\/Veloreisen\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/DSC00997-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"474\" height=\"316\"><\/a><br \/>\nSeit ich in Polen bin, habe ich st\u00e4ndigen Gegenwind, was durch das E-Bike entscheidend gemildert wird.<\/p>\n<p><strong>19.7. Gryfice<br \/>\n<\/strong>Heute war ein ruhiger und etwas w\u00e4rmerer Tag. Ich bin am Vormittag noch etwa 40 km entlang der K\u00fcste gefahren, das Meer habe ich aber fast nie gesehen. Daf\u00fcr weitere Vergn\u00fcgungspark-D\u00f6rfer, die hier f\u00fcr die Touristen bereit sind. Die Bahnen sind alle antiquarisch und viele von ihnen erinnern mich an meine Jugend. Es hat viele neue Radwege.<br \/>\nGryfice heisst der Ort, wo ich \u00fcbernachte. Die polnischen D\u00f6rfer haben alle so unaussprechliche Namen, die man sich fast nicht merken kann.<\/p>\n<p><strong>20.7. Stettin<br \/>\n<\/strong>Heute komme ich nach Stettin, das etwa gleich viele Einwohner wie Z\u00fcrich hat. Es war ein idealer Velotag. Sch\u00f6nes Wetter und nicht zu heiss. Ich bin vor allem auf Nebenstrassen durch Pommern gefahren. Es hat unglaublich viele D\u00f6rfer. Selten liegt das n\u00e4chste mehr als 4-5 km entfernt. Bei einem kleinen Umweg hat sich ein Feldhase gewundert,&nbsp;was ich hier mache.<br \/>\nStettin ist sehr weitl\u00e4ufig. Von der Ortstafel waren es noch 12 km bis&nbsp;ins Zentrum, welches einer modernen europ\u00e4ischen Stadt gleicht. Es hat auch die gleichen Ladenketten, aber alles ist dem hiesigen Lohnniveau angepasst. Heute bin ich mit einem Akku 96 km gefahren!<\/p>\n<p><strong>21.7. Bad Freienwald<br \/>\n<\/strong>Morgens fahre ich noch 20 km Polen und komme dann auf den Oder-Neisse Radweg. Es ist ein sch\u00f6ner Radweg, ganz ohne Verkehr dem Fluss entlang. Mal auf, mal hinter dem Damm, alles geteert.<br \/>\n90 % der Reiseradler fahren mir entgegen, die meisten wohl mit dem Ziel Usedom.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.kradolfer.info\/Veloreisen\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/DSC01071.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-large wp-image-630\" src=\"http:\/\/www.kradolfer.info\/Veloreisen\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/DSC01071-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"474\" height=\"316\"><\/a><\/p>\n<p>Am Nachmittag war es schon fast etwas heiss und ich habe mir schon 10 km vor dem Ziel ein Bier genehmigt.&nbsp;Ich \u00fcbernachte in einem kleinen Dorf, etwa 10 km von der Oder entfernt.<br \/>\n\u00dcbrigens bin ich nun schon mehr als 2200 km gefahren.<\/p>\n<p><strong>22.7. Frankfurt an der Oder<br \/>\n<\/strong>Jetzt funktioniert das Internet wieder!<br \/>\nIch sitze auf dem Balkon meines Zimmers in der Pension Oderblick und kann direkt auf den Fluss schauen. Die Stadt ist nicht besonders attraktiv, Unkoordinierte Neubauten und h\u00e4ssliche Altbauten. Die Strecke (97 km) auf dem Oder-Neisse Radweg heute war recht sch\u00f6n.<\/p>\n<p><strong>23.7. Spreewald<br \/>\n<\/strong>Heute verlasse ich die Oder und mache ich mich auf den Weg Richtung Elbe. Ich bin jetzt also im Spreewald, den ich bisher nur aus den Spreewald-Krimis kannte. Es hat tats\u00e4chlich unz\u00e4hlige Kan\u00e4le und Nebenl\u00e4ufe der Spree und \u00fcberall sch\u00f6ne W\u00e4lder, die mir immer wieder Schatten spenden. Die Pension in Vetschau ist angenehm und morgen Sonntag gibt es ab 7:30h Fr\u00fchst\u00fcck. Dann geht es weiter Richtung Elbe.<br \/>\nMeine <a href=\"https:\/\/www.google.pl\/maps\/dir\/Lindenallee,+03226+Vetschau%2FSpreewald,+Deutschland\/Elbcafe+Richter\/Mei%C3%9Fen,+Deutschland\/@51.2956206,13.2265689,10.9z\/data=!4m20!4m19!1m5!1m1!1s0x47080922d00c1faf:0x9d75ba3f511923c!2m2!1d14.0985519!2d51.7880522!1m5!1m1!1s0x0:0x7d911a37256f1eba!2m2!1d13.4058705!2d51.2683987!1m5!1m1!1s0x4709d5e34afc7e71:0x4208ec17434d5c0!2m2!1d13.4976592!2d51.1617842!3e1\">Planung<\/a> f\u00fcr morgen.<\/p>\n<p><strong>24.7. Meissen<br \/>\n<\/strong>Durch W\u00e4lder und Felder geht es Richtung Elbe. Bei Lichterfelde kommen grosse Bergbaumaschinen in mein Blickfeld und die Strasse ist beidseitig mit Z\u00e4unen und Warntafeln versehen.<br \/>\nIch folge jetzt vor allem den Radwegweisern und stosse bei N\u00fcnchritz auf die Elbe.<br \/>\nDa ist es jetzt mit der Ruhe vorbei, ist doch der Elberadweg einer der meist befahrenen Flussradwege. Bis Meissen ist es nicht mehr weit. Dort treffe ich auf meine Frau und ihre kleine Radreisegruppe, die seit einigen Tagen auf dem Elberadweg unterwegs sind.<\/p>\n<p><strong>25.7. Dresden<br \/>\n<\/strong>Die Zeit in Dresden ist mit viel Sightseeing ausgef\u00fcllt und an einem Nachmittag machen wir noch einen kleinen Radausflug nach K\u00f6nigstein.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.kradolfer.info\/Veloreisen\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/DSC01190.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-large wp-image-632\" src=\"http:\/\/www.kradolfer.info\/Veloreisen\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/DSC01190-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"474\" height=\"316\"><\/a><\/p>\n<p><strong>29.7. Erfurt<br \/>\n<\/strong>W\u00e4hrend meine Frau und ihre Gruppe von Dresden mit dem Zug in die Schweiz fahren, m\u00f6chte ich noch etwas mehr von Deutschland sehen. Nachdem ich gestern Abend s\u00fcdlich von Leipzig in einem sch\u00f6nen \u00abBusiness\u00bb-Hotel untergekommen bin, geht es weiter Richtung Osten.<br \/>\nAuch heute hat wieder ein kr\u00e4ftiger Gegenwind mein Fortkommen behindert, so dass ich die letzten geplanten 22 km bis Gotha auf morgen verschieben muss. Im Zentrum von Erfurt habe ich in einem Hotel eingecheckt und danach eine Stadtbesichtigung (mit Pizza und Bier) unter die F\u00fcsse genommen.<br \/>\nDie Fahrt quer durch Sachsen und jetzt durch Th\u00fcringen ist sehr abwechslungsreich. Ich bin dem Saaleradweg etwa 30km gefolgt, was sehr angenehm war. Habe heute noch ein Zimmer am Werra-Radweg in Heringen im Th\u00fcringerhof gebucht. Das ergibt etwa 100 km zu fahren.&nbsp;Im booking.com sind wegen des Wochenendes fast alle Hotels der Gegend ausgebucht.<br \/>\nAuch meine weitere Planung habe ich nun abgeschlossen. Ich werde noch 2 Tage mit dem Velo fahren und dann von Fulda aus mit dem Zug heimreisen.<br \/>\nIch muss dann nur 2x umsteigen, wenn alles klappt. In Fulda werde ich je nach M\u00f6glichkeit der Zugsverbindungen zum letzten Mal \u00fcbernachten und dann am 1. August Zug fahren. (sofern das Velo \u00fcberall Platz hat)<\/p>\n<p><strong>30.7. Heringen<br \/>\n<\/strong>Heute war ich in Eisenach, dessen Zentrum sehr herausgeputzt ist.<br \/>\nAuf der Warburg war ich fr\u00fcher schon einmal und darum bin ich dann gleich weiter bis nach Heringen gefahren. Ganz in der N\u00e4he hat es riesige unnat\u00fcrliche Berge mit R\u00fcckst\u00e4nden vom Kali-Abbau, welche sich mehr als 200 m von der Umgebung abheben.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.kradolfer.info\/Veloreisen\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/DSC01226.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-large wp-image-633\" src=\"http:\/\/www.kradolfer.info\/Veloreisen\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/DSC01226-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"474\" height=\"316\"><\/a><br \/>\nSolche Eingriffe in die Natur k\u00f6nnen wir uns in der Schweiz kaum vorstellen.<br \/>\nMorgen geniesse ich noch den letzten Velotag. Dann bin ich mehr als 3000 km geradelt, das reicht!<\/p>\n<p><strong>31.7. Fulda<br \/>\n<\/strong>In Philippsthal verlasse ich das Tal der Werra und fahre entlang der Grenze zwischen Th\u00fcringen und Hessen die letzte kurze Tagesetappe auf Radwegen, Nebenstrassen und einer stillgelegten Bahnstrecke mit dem l\u00e4ngsten <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Milseburgtunnel\">Rad-Tunnel, dem Milseburgtunnel<\/a> in Deutschland durch die Rh\u00f6n.<br \/>\nNach dem Tunnel geht es bis Fulda nur noch bergab. Die Abkl\u00e4rung im Bahnhof ergibt, dass ich in anderthalb Stunden eine Zugsverbindung (inklusive Velo) mit zwei- oder dreimaligem Umsteigen bis nach Z\u00fcrich habe, so dass ich noch gleichentags wieder einmal in meinem eigenen Bett schlafen konnte.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><br \/>\nDas E-Bike als Reiserad hat sich bestens bew\u00e4hrt. Durch den Verzicht auf Camping- und Kochutensilien konnte ich mein Gep\u00e4ck auf zwei grosse Ortlieb- sowie eine Lenkradtasche beschr\u00e4nken.<br \/>\nDer Zusatzakku hat zwar das Gewicht meines Gep\u00e4cks erh\u00f6ht, mich gleichzeitig aber auch entspannt reisen lassen.<br \/>\nDas Buchen der Zimmer im voraus, w\u00e4re vielleicht nicht immer n\u00f6tig gewesen. Da ich aber auch F\u00e4hr\u00fcberfahrten im voraus buchte, war dies einfach konsequent, damit ich meinen Zeitplan einhalten konnte.<\/p>\n<p>Bildersammlung der Reise:<\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/photos.google.com\/share\/AF1QipOB_q-uzIdh51jSKuh8zSL2g2oZPqgYTd7uYgyIaR60FOiSkHbWFfcsLfWWzk74-w?key=VmJoNDBYbUNUazBrTGV1NGVnR0dTUl9aMFFGaWxR\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Teil 1: Runde um das baltische Meer<\/a><\/strong><\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/photos.google.com\/share\/AF1QipNwgVNMXSw75Fap9o5iusIusKrkrEYEln8kIxxeE477D0Cp6R4rq7t95m6Q_MLvzQ?key=TXR1XzdveG5XZGVFd0RFUVFOb1ZETngxeGxhQXJR\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Teil 2: Brandenburg, Th\u00fcringen, Sachsen<\/a><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Art \u00abReisetagebuch\u00bb: Nach einigen Gruppen-Touren habe ich mich selber wieder einmal f\u00fcr einer l\u00e4ngeren Velotour aufgemacht und umrunde die Ostsee bzw. das baltische Meer. Mit dem Zug nach Kiel, dann mit einer F\u00e4hre nach Kleipeda (Litauen). Von dort dann per Velo nach Riga (Lettland) und weiter nach Tallin (Estland). Dann abwechselnd mit F\u00e4hren und &hellip; <a href=\"https:\/\/www.kradolfer.info\/Veloreisen\/?p=1\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Rund um die Ostsee 2016<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":642,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[20,1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kradolfer.info\/Veloreisen\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kradolfer.info\/Veloreisen\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kradolfer.info\/Veloreisen\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kradolfer.info\/Veloreisen\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kradolfer.info\/Veloreisen\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1"}],"version-history":[{"count":12,"href":"https:\/\/www.kradolfer.info\/Veloreisen\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1403,"href":"https:\/\/www.kradolfer.info\/Veloreisen\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1\/revisions\/1403"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kradolfer.info\/Veloreisen\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/642"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kradolfer.info\/Veloreisen\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kradolfer.info\/Veloreisen\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kradolfer.info\/Veloreisen\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}